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Die biodynamische Vitikultur – Mythos oder Realität ?

Es besteht kein Zweifel, dass mehr und mehr Liebhaber, ob Privatpersonen oder Fachleute, bei einer wachsenden Zahl biodynamischer Weine eine Quelle von Komplexität, einen besonderen Impuls oder Purität entdecken. Es besteht auch kein Zweifel, dass sich eine Landwirtschaftsform durch die Wirkung geringster Mengen an Präparaten (1 bis 100 Gramm pro Hektar), welche sich durch das Dynamisieren im Wasser verstärkt, von der biologisch-organischen Landwirtschaft unterscheidet.

Angesichts dieser Fragen, schwillt regelmäßig zwischen der Gruppe an Befürwortern und jener der Skeptiker die Diskussion, mit beidseitiger Motivation und Inbrunst für ihre Sache zu “kämpfen”.
Um aus der tiefen Überzeugung, welche die “Glaubenden” tragen, zu einer Erkenntnis und somit zu einer rigorosen Bestätigung zu kommen, ist es letztendlich notwendig, eine Hürde zu überwinden. Und das ist auch der Ansatz, der teileweise von der Echtheit der Qualität unserer Weine von morgen abhängt.

Beginnen wir mit der Beobachtung der Leiche eines soeben gestorbenen Tieres. In ein paar Monaten werden seine Elemente ganz einfach wieder Teil der Erde sein. So stellt sich die Frage: Wo sind die Energien hingekommen, die diesen Organismus in solch einer raffinierten Weise konstruierten? Wer nahm das Kalzium, um den Knochen zu formen? Wer nahm die Kieselsäure, um das Haar zu bilden? Existieren diese Kräfte nicht andererseits beim Formen der Embryonen?
Ein Samen, ein Ei – sind sie nur die Gefäße einer vollkommen organisierten Welt der Energie, welche die Lebenskräfte der Erde geben? Sind es Kräfte, die unabhängig von ihrer Verbindung zur Materie existieren, wodurch sie nur sichtbar werden? Wenn wir uns diese Fragen stellen, wie es Tag für Tag mehr Physiker tun, entdecken wir zum Beispiel dank der Magnetresonanz ganz reale und konkrete Gesetze, die aber nicht länger – wie man sagt – Naturgesetze sind, weil sie nicht mehr dem Gravitationsgesetz dieser Welt nach Gewicht und Volumen – wie es Newton entdeckt hat – entsprechen. Es handelt sich also um Gesetze, die nicht in gleicher Weise gemessen werden können. In der dritten Auflage meines Buches “Der Wein vom Himmel zur Erde”, bereits in sechs Sprachen erhältlich, widme ich ein ganzes Kapitel einer Vorstellung von Tests, die in bestimmten Kreisen wohlbekannt sind. Sie zeigen Bilder der energetischen Welt im Wein oder im Essen und wie die verschiedenen Arten der Landwirtschaft sie ändern können. Das Mikroskop hat keinen Zugang zu diesen Realitäten.
Hieraus ist zu verstehen, dass Lebewesen nur eine Summe von Frequenzen oder Rhythmen sind, es ist eine Schwingungswelt. Es gibt kein Leben ohne Frequenzen und Minifrequenzen! Unsere Gesellschaft und jeder von uns nutzt diese Schwingungswelt täglich, über Satelliten, Mobilgeräte, Sender, Mikrowellen, GPS usw.
Wir verwenden sie so weit, dass es zu einem Problem wird, da diese Häufigkeit der “neuen” Frequenzen jene Frequenzen stört, die das Leben beeinflussen. Niemand ist mehr überrascht, eine Stimme am Mobiltelefon zu hören, auch wenn der andere tausende von Meilen entfernt ist. Durch die Hilfe der Mobiltelefone, verursachte der Anruf nicht einmal ein Tausendstel Gramm an Frequenzwellen.

Frequenzwellen werden nicht nach Gewicht gemessen. Aber wenn wir in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft von ein paar Gramm Präparaten sprechen, die als Relais oder Katalysatoren von präzisen, für das Leben der Pflanzen unentbehrlichen Prozessen wirken, ist es für unsere gewohnte Lebensvorstellung, nicht greifbar. All jene sind sich noch nicht bewusst geworden, welche Energien und Frequenzen sie bereits tagtäglich nutzen.
Lassen Sie uns ernst sein, wie viele Gramm Quarz lassen Ihre Uhr für mehr als ein Jahr arbeiten? Warum sollte also ein biodynamisches Präparat, das auf Quarz basiert, nicht die Photosynthese beschleunigen, welche die Zucker, Farben, Aromen etc. erzeugt? Warum würden nicht die für die Erde bestimmten Präparate die Bildung von Mykorrhiza-Pilzen beschleunigen, und wie eine Verknüpfung der Wurzeln mit der Erde wirken? Nur einer Abteilung der Schweizer Regierung war es Wert einen Beweis dafür zu finden. Seit 18 Jahren verglichen sie die verschiedenen Formen von Landwirtschaften: konventionell, biologisch-organisch und biodynamisch. Andererseits ist es jedoch verständlich, wenn Regierungen die Verwendung von toxischen Chemikalien freigeben. Um sich zu überzeugen, müssen sie nur das Kleingedruckte auf den Etiketten lesen.

Sie überfluten die Reben und den Boden mit Herbiziden und Fungiziden, Chemikalien um Fäulnis, Spinnen, Schädlinge oder Pilzbefall zu verhindern. Jede Behandlung erwürgt ein wenig mehr die Verbindung zwischen den Kräften, die unser Leben und Qualität beeinflussen.

Das Ergebnis, lieber Weinliebhaber, sind drei Kommentare, die sehr wichtig für die Qualität der Weine sind, die Sie kaufen und in Ihren Kellern lagern:

1. Die Anwendung chemischer Behandlungen reduziert, wie wir gesehen haben, die Fähigkeit der Reben, die Sonnenenergie durch ihre Blätter und die Erdenergie durch ihre Wurzeln zu empfangen. Mit jeder weiteren notwendigen Behandlung, um Krankheiten zu kontrollieren – welche jetzt noch nicht als Mangelindikatoren für Stärke und Gesundheit erkannt werden – führt zu einem Zusammenbruch in großem Maßstab, was wiederum mehr Behandlungen erforderlich macht. Es ist verständlich, dass für Weinbauern, die in diesem Dilemma gefangen sind, die Technik die einzige Möglichkeit sein wird, zumindest einen Anschein von Qualität in ihren Weinen zu haben. Ihre Weine können daher in Ländern, in denen die Arbeit billiger ist, nachgeahmt werden. Darüber hinaus ist ihre Fähigkeit zum Altern und Reifen stark vermindert.
2. Die so genannte “nachhaltige Landwirtschaft” wäre zufrieden, wenn die Verwendung der sehr giftigen Chemikalien um etwa 20% gesenkt wird. Das stellt keine wirklichen Fortschritte auf der Ebene der Lebenskräfte dar, welche die Rebe braucht um gesund zu bleiben und um letztendlich die Originalität ihrer Appellation manifestieren zu können. Dies erklärt warum immer mehr Winzer die biologisch-dynamische Methode wählen, die als einzige effektiv die Rebe mit ihrer Umwelt in Verbindung bringen kann.
3. Die Biodynamie macht durch die direkte Nutzung dieser Energiewelt einen sehr wichtigen zusätzlichen Schritt und erhöht damit für die Reben die Möglichkeit ein authentisches Merkmal der Appellation zu erhalten, jene Grundlage die wir in einem Wein schätzen. Auch dank der besonderen Beziehung zu den Lebenskräften können zwei oder drei Jahre der Biodynamik die schädlichen Wirkungen von Herbiziden auslöschen. Es dauert hingegen mehrere Jahrzehnte in der biologisch-organischen Landwirtschaft, um das gleiche Ziel zu erreichen. Dies wurde in Australien bewiesen, als mit DDT gesättigtes Land, das von der Regierung zur Kultivierung verboten wurde, nach drei Jahren Biodynamik wieder zum Anbau freigegeben wurde. Ich könnte von all dem sehr lange sprechen.

So werden immer mehr ernsthafte Weinbauern sich der Biodynamik zuwenden, auch wenn man versucht, sie direkt oder indirekt zu verspotten, um lukrative Wirtschaftsmärkte zu bewahren. Lassen Sie uns nur hinzufügen, zu behaupten Biodynamik sei nicht wirksam, ist Teil der Welt von gestern. Leider ist aber die heutige Zeit genauso beunruhigend. Die Welt der Energien ist eine organisierte Welt, die entweder gut oder schlecht genutzt werden kann. Biodynamik verwendet diese Kraftquellen, ohne diese feine Organisation zu verändern. Doch nicht jeder hat die gleichen Beweggründe, zumal in diesem Bereich eine Kontrolle fast unmöglich ist. Schon sieht man energetisiertes Wasser für mehr als 5000 Euro pro Liter unter dem Mantel zum Verkauf, das den Geschmack des Weins zu einer Materie verändern soll, die gleichsam real wie künstlich ist. Und physikalisch wurde nichts hinzugefügt! Selbst wenn diese trügerischen Effekte einen von uns täuschen können, sind sie nicht wirklich langlebig und können sich sogar rückgängig machen. So besteht kein Zweifel, dass die Entwicklungen der Technologie bereits begonnen haben, die neue energetische Welt zu berühren.

N. Joly